impact ix. Folge 6 mit Meike Lingies
In Folge 6 unseres Podcasts „impact ix.“ ist zum ersten Mal eine Gästin mit dabei: Meike Lingies. Unternehmerin, Immobilienmaklerin, ehemalige Podcasterin und jemand, der Wirkung nicht nur denkt, sondern lebt. Im Gespräch mit Meik und Basti geht es um mutige Wege in die Selbstständigkeit, um Familienimmobilien, um echte Begegnung auf Augenhöhe – und um die Frage, wie wir erkennen, ob und wie wir wirklich etwas bewirken.
Von der Sponsoring-Idee zum Podcast-Impuls
Kennengelernt haben sich Meike und Meik über Hannover 96 – genauer gesagt über eine Sponsoring-Anfrage. Was als geschäftlicher Austausch begann, wurde zu einem inspirierenden Gespräch über Podcasts, Wirkung und das Leben als Unternehmerin. Meike erzählte damals von ihrem eigenen Podcast, in dem sie gemeinsam mit ihrer Cousine selbstständige Frauen und Mütter in den Fokus stellte. Der Impuls war gesetzt: Der Podcast Impact IX. wurde geboren. Dass Meike nun die erste Gästin ist, schließt diesen Kreis.
Wirkung, die selten gespiegelt wird
Ein zentrales Thema der Folge ist der oft unsichtbare Impact, den wir auf andere haben. Meike beschreibt, wie selten einem zurückgemeldet wird, welchen Unterschied die eigenen Worte oder Taten bei anderen machen. Und wie wertvoll es ist, diesen Unterschied zu benennen. Als Hochschuldozenten kennen Meik und Basti das Phänomen: Man spricht, lehrt, inspiriert – aber ob etwas hängen bleibt, erfährt man oft erst Jahre später oder nie. Genau deshalb ist Feedback so wichtig: „Nichts ist klar. Man muss es artikulieren.“
Immobilienmakeln mit Haltung
Meike gibt einen Einblick in ihre Arbeit als Immobilienmaklerin – eine Branche, die viele für oberflächlich oder gewinnorientiert halten. Ihr Ansatz ist anders. Sie sieht nicht nur die Immobilie, sondern den Menschen dahinter. Gerade bei älteren Menschen, die nach Jahrzehnten ihr Zuhause verlassen, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Meike bringt sie mit Familien zusammen, die neuen Raum suchen. So entstehen Verbindungen, nicht nur Verträge.
Sie beschreibt, wie sie sich lange gefragt hat, ob der Markt „noch eine Maklerin“ braucht. Die Antwort gab ihr das Feedback ihrer Kundinnen und Kunden: „Ja, es braucht genau dich.“
Wer sind meine Peers?
Ein weiteres Gesprächsthema ist die Frage, wessen Meinung uns prägt. Meike beschreibt, wie sie gelernt hat, zwischen inneren und äußeren Stimmen zu unterscheiden. Wer hat wirklich Relevanz in meinem Leben? Von wem lasse ich mich beeinflussen? Diese Reflexion sei essenziell, vor allem in Phasen der Veränderung oder Gründung. Statt auf Ängste zu hören, empfiehlt sie, sich von Menschen inspirieren zu lassen, die selbst mutige Wege gegangen sind.
Prototypen und Vorbilder
Im Podcast entsteht das Bild des „menschlichen Prototyps“: Vorbilder als greifbare Versionen dessen, was man selbst einmal sein könnte. Meik und Meike sprechen darüber, wie wertvoll es ist, sich mit diesen Menschen auszutauschen, von ihnen zu lernen und vielleicht auch in ihnen zu erkennen: Das kann ich auch.
Yoga, Nein-Sagen und Gewaltlosigkeit gegen sich selbst
Ein persönlicher und zugleich tiefgründiger Teil des Gesprächs dreht sich um Yoga. Meike erzählt, wie ihre Praxis sie gelehrt hat, klarer zu kommunizieren, Grenzen zu setzen und achtsamer mit sich selbst umzugehen. Ein zentrales Prinzip dabei: Gewaltlosigkeit. Nicht nur anderen gegenüber, sondern auch sich selbst. Nein sagen, Feedback geben, Wertschätzung ausdrücken – all das wird leichter, wenn man im Einklang mit sich selbst steht.
Retreats für Unternehmerinnen
Diese Erfahrungen bringt Meike inzwischen auch in Retreats für Frauen ein. Ihre Idee: Raus aus dem Hamsterrad, rein in die Reflexion. Yoga, Business, Austausch und neue Klarheit für selbstständige Frauen. Auch wenn sich ihr Angebot explizit an Frauen richtet, sind sich alle einig: Solche Formate braucht es für viele mehr.
Die Sache mit der Zeit
Basti und Meik berichten aus ihren Workshops: Das größte Problem ist nicht der Inhalt, sondern das Ankommen. Führungskräfte sind oft so getrieben, dass es Stunden dauert, bis sie mental präsent sind. Erst am Nachmittag, wenn sich die Gespräche vertiefen, zeigt sich Wirkung. Ein klarer Appell: Wir brauchen Räume, um rauszuzoomen – um den Blick zu weiten, statt immer nur den nächsten Ball zu schlagen.
Der taube Frosch
Zum Abschluss teilt Meike eine Geschichte, die alles auf den Punkt bringt: Viele Frösche wollen einen Berg erklimmen, doch die Zuschauer rufen: Das schaffst du nie. Nur ein Frosch schafft es bis nach oben – weil er taub ist. Eine wunderbare Metapher für das, worauf es ankommt: sich nicht entmutigen zu lassen, wohlwollende Stimmen zu finden und den eigenen Weg zu gehen.
Fazit
Diese Podcastfolge ist mehr als ein Gespräch über Immobilien oder Gründung. Es ist ein Dialog über Haltung, Wirkung und das, was zwischen Menschen entsteht, wenn man zuhört. Meike Lingies zeigt, wie unternehmerisches Denken und empathisches Handeln zusammengehören – und wie man Wirkung erzielt, ohne laut sein zu müssen.
Mehr dazu in der kompletten Folge auf impact ix.
Die ganze Podcast-Folge gibt es hier zum Nachhören:
impax ix.
Infos zu Meike findest du auch hier: https://www.lingies-immobilien.de/
